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- AutorIn
- Michalis Cholevas
- Titel
- Theory by and for whom?
- Untertitel
- The gap between praxis and theory in 20th century Classical makam Music (of the Ottoman period)
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1016637
- Quellenangabe
- Tonsysteme und Stimmungen - 2021
Herausgeber: Moritz Heffter
Herausgeber: Johannes Menke
Herausgeber: Florian Vogt
Erscheinungsjahr: 2025
Titel Schriftenreihe: GMTH Proceedings
Bandnummer Schriftenreihe: 2021
Seiten: 13-32 - Erstveröffentlichung
- 2025
- DOI
- https://doi.org/10.31751/p.352
- Abstract (DE)
- In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts erfuhr die Makam-Musik einen radikalen Wandel, bei dem mehrere ihrer grundlegenden Elemente abgeschafft wurden. Die Ursache für diesen Wandel war weder musikalischer noch pädagogischer Natur. Die Vereinfachungen, Komplikationen und Missverständnisse, die auf die Umgestaltung folgten, führten zu einer Unstimmigkeit zwischen Praxis und Theorie und hinterließen bei Pädagogen, jungen Musikern und Komponisten ein abstraktes und dysfunktionales Modell. Die abrupte Abschaffung der Meister-Schüler-Linie und des Modells der mündlichen Überlieferung wurde seit den 1930er Jahren durch statische Partiturdarstellungen ersetzt, die auf eurozentrischen theoretischen Konzepten beruhen. Die Nachwirkungen der damaligen Theoriereform stellen die heutige Makam-Gemeinschaft vor mehrere Herausforderungen. In diesem Beitrag sollen die grundlegenden Konzepte der melodischen Entwicklung zusammengefasst und theoretische Fragen erörtert werden, beginnend mit der Analyse von Taksim-Aufführungen (vorstrukturierte Improvisationen). Diese Erkenntnisse, kombiniert mit Interviews mit zeitgenössischen Makam-Meistern und dynamischen Darstellungen von kommentierten Tonhöhenkonturen, können einen integrierten, praxisbezogenen Rahmen für das Verständnis der Konzepte der Makam-Musik bilden.
- Abstract (EN)
- Makam music underwent a radical transformation in the first half of the 20th century, with several of its fundamental elements being abolished. The root cause of this change was neither musical nor educational. The simplifications, complications, and misconceptions that followed the transformation resulted in inconsistencies between praxis and theory, leaving educators, young musicians, and composers with an abstract and dysfunctional model. The abrupt discontinuation of the master-apprentice lineage resulted in the oral tradition model being replaced in the 1930s by static score representations based on Eurocentric theoretical concepts. The aftermath of that period's theory reform has left today's makam community facing several challenges. This paper aims to summarize the fundamental concepts of melodic development and address theoretical issues, beginning with the analysis of taksim performances (pre-structured improvisations). These insights, combined with interviews with contemporary makam masters and dynamic representations of annotated pitch contours, can constitute an integrated, practice-based framework for comprehending the concepts of makam music.
- Freie Schlagwörter (EN)
- analysis, improvisation, makam, praxis taksim, theory
- Klassifikation (DDC)
- 780
- Klassifikation (RVK)
- LP 13000
- Verlag
- musiconn.publish, Dresden
- Sonstige beteiligte Institution
- Gesellschaft für Musiktheorie, Berlin
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-1016637
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 19.01.2026
- Dokumenttyp
- Buchbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Englisch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0