Detailanzeige
- AutorIn
- Adrian Kuhl
- Titel
- Ästhetische Gemeinsamkeiten?
- Untertitel
- Die Zusammenarbeit Tatjana Gsovskys und Hans Werner Henzes beim Ballett Der Idiot
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-983750
- Quellenangabe
- Musik, Netzwerke, Selbstzeugnisse
Herausgeber: Antje Tumat
Herausgeber: Elena Minetti
Herausgeber: Dennis Ried
Erscheinungsort: Dresden
Erscheinungsjahr: 2025
Seiten: 57-76 - Erstveröffentlichung
- 2025
- DOI
- https://doi.org/10.25366/2025.160
- Abstract (DE)
- Hans Werner Henzes und Tatjana Gsovskys Ballettprojekt Der Idiot, das für die Berliner Festwochen 1952 entstand, bot beiden Beteiligten große Chancen: Dem noch jungen Henze eröffnete sich die Möglichkeit an einem vielbeachteten Aufführungsort mit seiner Musik vertreten zu sein, der renommierten Choreographin hingegen, ihrem Konzept eines betont zeitgemäßen Balletts auch zeitaktuell klingende Musik an die Seite zu stellen. Bei genauerem Hinsehen lassen sich abseits solch strategischer Überlegungen aber auch ästhetische Beweggründe für die Zusammenarbeit erkennen: In wesentlichen Punkten lagen ihre Ansichten, wie der künstlerische Wiederaufbau im Westdeutschland der Nachkriegszeit zu gestalten sei, dicht beieinander. Beide gingen von einem erneuernden Fruchtbarmachen der jeweiligen künstlerischen Tradition und von der emphatischen Bejahung eines Inhaltsausdrucks der Künste aus, was unmittelbaren Niederschlag in der Gestaltung von Der Idiot gefunden hat.
- Abstract (EN)
- Hans Werner Henze‘s and Tatjana Gsovsky‘s ballet project The Idiot, which was created for the 1952 Berlin Festival, offered great opportunities for both parties involved: the still young Henze had the chance to be represented with his music at a highly regarded performance venue, while the renowned choreographer was able to accompany her concept of an emphatically contemporary ballet with music that also sounded contemporary. On closer examination, however, aesthetic motivations for the collaboration can be recognised beyond such strategic considerations: Their views on how artistic reconstruction in post-war West Germany should be organised were very similar in essential respects. Both were based on the premise of a renewal of the respective artistic tradition and the emphatic affirmation of an expression of the content of the arts, which was directly reflected in the design of The Idiot.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Hans Werner Henze, Tatjana Gsovsky, Musikwissenschaft, Ballett
- Klassifikation (DDC)
- 780
- Klassifikation (RVK)
- LU 92200
- Publizierende Institution
- musiconn.publish, Dresden
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-983750
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 11.08.2025
- Dokumenttyp
- Buchbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY-SA 4.0