Detailanzeige
- AutorIn
- Helga de la Motte-Haber
- Titel
- Phänomenologische und kompositorische Dimensionen des Klangs
- Untertitel
- Über die Umwertung zentraler Tonsatzparameter und die Aufwertung von Darstellungsmitteln
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-876543
- Quellenangabe
- ›Klang‹: Wundertüte oder Stiefkind der Musiktheorie - 2016
Herausgeber: Britta Giesecke von Bergh
Herausgeber: Volker Helbing
Herausgeber: Sebastian Knappe
Erscheinungsjahr: 2020
Titel Schriftenreihe: GMTH Proceedings
Bandnummer Schriftenreihe: 2016
Seiten: 165-180 - Erstveröffentlichung
- 2020
- DOI
- https://doi.org/10.31751/p.12
- Abstract (DE)
- Jenseits ihrer Tonhöhe i.e. S. können Töne in ihrem Klangcharakter (timbre) unterschieden werden, und dies auch im Zusammenspiel. Timbre ist jedoch eine schlecht definierte Kategorie, ein Sammelbegriff. Bereits im 19. Jahrhundert versuchten Hermann von Helmholtz und Carl Stumpf eine präzisere Bestimmung zu finden. Die von ihnen angenommene multidimensionale Struktur ist heute durch moderne Skalierungstechniken benutzende Forschungen bestätigt und erweitert. Die Ergebnisse zeigen vier Dimensionen: hard/sharp vs. soft/dull, tonal vs. noisy, empty vs. full, compact vs. pure. Beabsichtigt war mit diesem Artikel jedoch nicht nur psychoakustische Befunde vorzustellen, sondern auch kompositorische Techniken des Komponierens mit Klangcharakteren, so bei Schönberg, Cowell, Rudhyar, Ligeti. Jedoch hat eine Eigenschaft von Tönen und Klängen, nämliche die von Debussy benutzte räumliche Dimension, die Wissenschaft bis heute kaum interessiert. Ein Hinweis auf die Theorie von Ernst Kurth zeigt, dass noch immer viele Fragen mit dem Regenschirmbegriff ›Timbre‹ verbunden sind.
- Abstract (EN)
- Beyond their pitch, tones can be thought of as differing in sound characteristics (timbre) by which they can be segregated simultaneously from one another. However, timbre is an ill-defined category: it is a catchall term of several sound qualities. Already in the 19th century Hermann von Helmholtz and Carl Stumpf tried to find a more precise description. Their assumption about multidimensional structure of timbre-attributes has been confirmed today and augmentated by researches using modern scaling techniques. The results show four dimensions: hard/sharp vs. soft/dull, tonal vs. noisy, empty vs. full, and compact vs. pure. The purpose of this article is not only to report psycho-acoustic results but also to show techniques of composing with the timbre-factors by Schoenberg, Cowell, Rudhyar, and Ligeti. However, one attribute of tones and sounds, namely, its spatial dimension such as that used by Debussy has hardly interested the scientists of today. A clue to the theory of Ernst Kurth reveals that still a lot of questions surround the term ›timbre‹.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Klangfarbenmelodie, Psychoakustik, Räumliche Dimension des Klanges, Strukturklang, Timbre
- Freie Schlagwörter (EN)
- psychoacoustics, spatial dimension of sound
- Klassifikation (DDC)
- 780
- Klassifikation (RVK)
- LP 13000
- Sonstige beteiligte Institution
- Gesellschaft für Musiktheorie, Berlin
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-876543
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 24.10.2023
- Dokumenttyp
- Buchbeitrag
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0